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Erfolgreiche CeBIT 2017

Der DATABUND-Vorstand und die 21 ausstellenden Mitgliederunternehmen auf dem Gemeinschaftsstand des Verbandes sehen sich nach einer ersten Einschätzung sehr zufrieden mit der CeBIT 2017. Einige Mitaussteller sprachen sogar von der besten CeBIT seit Jahren. Neben kommunalen IT-Lösungen bestimmten vor allem das durch den Bund und IT-Planungsrat initiierten Digitalisierungsprogramm die diesjährige CeBIT - einschließlich seiner Auswirkungen sowohl auf die Kommunen als auch auf die IT-Dienstleister.

Wie in den vergangenen Jahren auch war der knapp 450 Quadratmeter große DATABUND-Gemeinschaftsstand erster Anlaufpunkt für viele Fachbesucher aus den Kommunen aber ebenso für zahlreiche Vertreter aus Bund und Ländern.
Große Resonanz fand darüber hinaus das Vortrags- und Diskussionsprogramm „FOKUS KOMMUNE“ in den beiden Foren des Public Sector Parc und in der DATABUND-Lounge. „FOKUS KOMMUNE“ beleuchtete jeden Tag ein anderes Schwerpunktthema in Form von Vorträgen, Koreferaten, Gesprächsrunden oder Podiumsdiskussionen.
Neben Themen wie Standardisierung, IT-Konsolidierung und digitaler Identität ging es gleich am ersten Messetag um die Zentralisierungstendenzen des Bundes und des IT-Planungsrates. Den Auftakt bildeten die Keynotes des Vorstandsvorsitzenden des DATABUND, Detlef Sander, im Forum Public Sector Parc, in denen er die Positionen des Verbandes für den Ausbau der digitalen Verwaltung und einen innovativen und nachhaltigen IT-Staat vorstellte. Im Anschluss daran diskutierten Vertreter des Bundesinnenministeriums, der IT-Wirtschaft sowie kommunaler und IT-Spitzenverbände über die Ansätze, Erfolgsaussichten der und möglichen Alternativen zu den gegenwärtigen Bestrebungen des Bundes, das deutsche eGovernment und die Digitalisierung der Verwaltung voranzubringen.
Schließlich konnte der Verband am ersten Messetag auch den CIO der Bundesregierung, Staatssekretär Vitt, auf dem Gemeinschaftsstand begrüßen und sich mit ihm ebenfalls über die aktuellen Projekte des BMI und IT-Planungsrates austauschen. Dabei erneuerte der DATABUND als Interessenvertretung der führenden Fachverfahrens- und Softwarehersteller sein Angebot zur Zusammenarbeit sowohl mit dem mit Bundesinnenministerium als auch mit dem IT-Planungsrat und dessen Arbeitsgruppen.
Mit Erstaunen haben der DATABUND und seine Mitgliedsunternehmen die Entscheidung der Deutschen Messe AG zur Veränderung des CeBIT-Konzeptes und der terminlichen Verlegung zur Kenntnis genommen. „Sowohl der neue Termin im Juni als auch das Event- und Festival-Konzept laufen den Interessen der Fachbesucher aus den öffentlichen Verwaltungen entgegen“, so der Vorstandsvorsitzende Detlef Sander. „Das neue Messeformat erscheint darüber hinaus auch für die Aussteller aus dem öffentlichen und kommunalen IT-Sektor unattraktiv. Wir werden sehen, was die nächsten Monate bringen. Viel Zeit hat die Deutschen Messe AG nicht mehr, um den Ausstellern des Public Sector Parc ein tragfähiges Konzept vorzulegen. Andernfalls wird es im kommenden Jahr keinen Gemeinschaftsstand des DATABUND mehr auf der CeBIT geben. Das ist umso schmerzlicher als wir in diesem Jahr eine überaus positive Messen-Bilanz ziehen konnten.“

Für einen innovativen, nachhaltigen IT-Staat

Positionspapier des DATABUND zu Zentralisierungstendenzen

Es kann keinen Zweifel daran geben, dass die gegenwärtigen Bemühungen und Absichten des Bundes zum Ausbau der digitalen Verwaltung dringend notwendig sind. Seit Jahren schon weist der DATABUND immer wieder auf die Defizite beim eGovernment hin und versucht, eine Verbesserung der Situation vor allem im Bereich der kommunalen IT voranzutreiben. Auch aus diesem Grund unterstützt der Verband ausdrücklich die Ziele des IT-Planungsrates für ein effektives, flächendeckendes und nutzerorientiertes eGovernment. Ungeachtet dessen sieht der Verband aber die politisch-administrativen und gesetzgeberischen Initiativen zur Umsetzung dieser Ziele sowohl der Bundesregierung als auch des IT-Planungsrates kritisch. Das betrifft insbesondere die im Digitalisierungsprogramm des IT-Planungsrates und im Entwurf für das Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsdienstleistungen deutlich werdenden Zentralisierungstendenzen in Richtung (kommunaler) IT-Infrastrukturen, eGovernment-Anwendungen und nicht zuletzt kommunaler Fachverfahren. Vor diesem Hintergrund hat der DATABUND ein Positionspapier veröffentlicht, in dem die Sicht des Verbandes zu den wichtigsten Fragen dargestellt wird.

Download Positionspapier