• Staat oder Privat?

    „Der Staat hat die Formen, in denen gewirtschaftet wird, zu beeinflussen, aber er hat nicht den Wirtschaftsprozess selbst zu führen.“ (Walter Eucken, Vordenker der sozialen Marktwirtschaft)

  • Kommunale IT-Kompetenz

    Starke Interessenvertretung für Softwareunternehmen und IT-Dienstleister 

  • Für fairen Wettbewerb

    Wettbewerb ist die Voraussetzung für Fortschritt (Carl Christian von Weizsäcker in: ZEIT online, 27.4.2010)

  • E-Government

    Was wollen Bürger und Unternehmen von der Verwaltung? 

  • bild6

DATABUND-Forum setzt neue Akzente der Verwaltungsdigitalisierung

Am 21. und 22.02.19 fand das diesjährige DATABUND-Forum in München statt. Im Fokus standen die Bundesprojekte der Verwaltungsdigitalisierung. Fazit der Diskussion von Referenten und Teilnehmern waren fehlende Standards für die Umsetzung, mangelnde Finanzmittel für die Kommunen und fehlender Wettbewerb um die besten Lösungen.

Das DATABUND-Forum bot am ersten Tag ein breites Informations-Spektrum von BMI und Bundeskanzleramt, über die KOSIT bis zu den privaten und öffentlichen IT-Dienstleistern. Im Rahmen eines Faktenchecks wurden die bestehenden Probleme offen gelegt, die einen Projekterfolg verhindern.

BkAmt Dr Plate

Weitgehende Einigkeit bestand in der Notwendigkeit eindeutiger Standards und fairen Wettbewerbs zur Erhaltung der Innovationsfähigkeit und ständiger Suche nach der besten Lösung. Eine Kernkritik des DATABUND ist die Tatsache, dass noch immer wesentliche und notwendige Standards zur Digitalisierung fehlen oder miteinander konkurrieren, sowie die Festlegung des Realisierungsweges im Gesetz, statt nur das Ziel zu definieren.

Podium WettbewerbDer Wettbewerb war auch Thema einer eigenen Diskussionsrunde. Diese zeigte weitgehende Einigkeit in der Forderung nach fairem Wettbewerb von konkurrierenden Lösungen unterschiedlicher Anbieter.

Am zweiten Tag ging es um die Umsetzung des OZG in den Bundesländern, die unterschiedliche Prioritäten, Vorgehensweisen und Perspektiven zeigten. Großen Raum nahmen diesem Tag die zahlreichen am Markt existierenden neuen Ideen und Lösungen ein, denen in Gesetzen und Digitalisierungsprogramm keine Entfaltungsmöglichkeit gegeben ist. Dabei kamen bereits bekannte Anbieter wie Verimi, neXenio, Fraunhofer FIT und IBM, aber auch das Schülerprojekt CitizenAssistant zu Wort.

Die überwiegende Zahl dieser Lösungen entspricht nicht der vorgegebenen technischen Architektur der Bundesprojekte und wird es daher auf absehbare Zeit schwer haben Fuß zu fassen. Dies hemmt Innovationen für die nächsten Jahre und unterdrückt alternative Lösungen. Welche Chancen der Verwaltung dabei entgehen, zeigten eindrucksvoll die Beispiele des zweiten Tages.

Das DATABUND-Forum war daneben gekennzeichnet durch einen Austausch zwischen den Verbänden DATABUND und VITAKO, die ebenfalls mit mehreren Vorstandsmitgliedern und Teilnehmern das DATABUND-Forum besuchten.

DATABUND-Vorsitzender Stephan Hauber zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen des Forums und zog ein positives Fazit der zweitägigen Veranstaltung, dem zahlreiche Aktivitäten folgen sollen.